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3. Das inspirierende Umfeld

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Warum teures Spielzeug das Denken blockiert (Und was dein Kind wirklich braucht) ​Jean Piaget war überzeugt: Intelligenz entsteht durch das Handeln mit der Umwelt. Ein Kind muss die Welt im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. ​Das bedeutet für uns Erwachsene: Die Umgebung, die wir für unsere Kinder schaffen, ist nicht einfach nur Kulisse. In der Pädagogik nennt man sie oft den „dritten Erzieher“ (neben den Eltern und den Pädagogen). Doch wer jetzt glaubt, er müsse das Kinderzimmer mit teurem, pädagogischem High-Tech-Spielzeug ausstatten, läuft in eine Falle. ​Die Falle der „Closed-Ended“ Spielzeuge ​Warst du schon mal in einem Spielzeugladen? Überall blinkt, piept und spricht es. Plastikautos, die auf Knopfdruck Lieder singen, oder Lerncomputer, die dem Kind sagen, ob es die richtige Taste gedrückt hat. ​Piaget würde bei diesem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Warum? Solche Spielzeuge sind „geschlossen“. Sie geben eine feste Funktion vor. Das Kind drückt einen Knopf, ...

1. Wie wir die Entwicklung unserer Kinder am besten fördern können

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Erinnerst du dich noch an das letzte Mal, als dein Kind dir die Welt erklärt hat? Vielleicht kam dabei so etwas heraus wie: „Mama, wenn die Bäume ganz doll mit den Blättern wackeln, machen sie den Wind!“ ​Unser erster Impuls als Erwachsene ist fast immer derselbe: Wir wollen korrigieren. „Nein, Schatz, der Wind bewegt die Bäume, nicht umgekehrt.“ Wir tun das in bester Absicht. Wir wollen ja, dass unsere Kinder die Welt richtig verstehen. ​Doch der berühmte Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget würde uns an dieser Stelle sanft auf die Schulter klopfen und sagen: „Halt! Lass das bitte. Damit nimmst du dem Kind die wichtigste Denkarbeit ab.“ ​Das Fundament jeder echten Entwicklungsbegleitung ist deine innere Haltung. Weg vom allwissenden Lehrer zum begeisterten „Co-Forscher“ deines Kindes. ​Das Missverständnis mit dem Trichter ​Viele von uns sind mit einem Bild von Lernen aufgewachsen, das man das „Trichter-Modell“ nennen könnte: Der Erwachsene hat das Wissen, das Kind hat es...

Wofür ist mein Problem gut?

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  ​Vom „Warum“ zum „Wofür“ ​Normalerweise fragen wir bei Problemen: „Warum ist das so?“ Wir suchen die Schuld in der Vergangenheit oder in uns selbst. ​Systemisch zu denken bedeutet, die Frage zu verändern. Wir fragen: „Wofür ist das gut?“ Das klingt im ersten Moment provozierend, oder? Wer will schon ein Burnout, einen Konflikt oder ständige Selbstzweifel? Doch systemisch gesehen ist jedes Symptom, jede Macke und jedes Problem ein (oft verzweifelter) Versuch des Systems, ein Gleichgewicht herzustellen. ​Das Problem ist nicht dein Feind – es ist ein Wegweiser , der dir zeigt, dass im Beziehungsgeflecht etwas Aufmerksamkeit braucht. ​Was bringt dir das? ​Wenn du systemisch denkst, passiert etwas Magisches: Der Druck lässt nach. ​Du bist nicht mehr „schuld“. ​Du musst nicht mehr alles allein lösen. ​Du fängst an, die „Tänze“ zu erkennen, die du mit anderen aufführst, statt nur auf die Fehltritte zu achten. ​In dieser Blog-Serie möchte ich mit dir gemeinsam meine Systemis...